Frascati

Vielleicht der bekannteste Ort der Castelli Romani, berühmt sowohl für die Eleganz der Ville Tuscolane (Tusculanischen Villen) als auch für die Leckerbissen seiner önogastronomischen Spezialitäten

frascati

An den Hängen des Berges Monte Tuscolo liegend, ist Frascati eine der wichtigsten Gemeinden der Castelli Romani. Berühmt als Weinstadt ist es ein beliebtes Ziel für Ausflüge vor den Türen Roms, aber zugleich auch ein wichtiges Kulturzentrum von europäischer Bedeutung aufgrund der Präsenz von verschiedenen Forschungsinstituten (ENEA, CNR, ESA, INFN). Wegen seiner strategischen Position ist es auch seit dem Jahre 1856 die erste Stadt der Castelli Romani , die über eine Eisenbahnlinie verfügte. Während der Wochenenden sind die Straßen voller Besucher, Römer und nicht nur solche, die herbeieilen, um die berühmten lokalen önogastromischen Produkte und den sympathischen Empfang von Seiten der Einwohner zu genießen.

Frascati ist außerdem berühmt für seine Tusculanischen Villen, prächtige Patrizierresidenzen aus der späten Renaissance und der Barockzeit, die sich der römische Adel im Grünen der Albaner Berge errichten ließ, wie z.B. die elegante Villa Aldobrandini, die die Besucher auf einer panoramischen Anhöhe am Eingang der Stadt empfängt.

Anfänglich errichtet worden als „case di campagna" (Landhäuser) der römischen Aristokratie und hauptsächlich für den sommerlichen Aufenthalt bestimmt, wurden die Tusculanischen Villen schnell zu den wahren und eigentlichen „Statussymbolen" des Adels und der Mitglieder des päpstlichen Hofes. Viele Ressourcen und Energien wurden für ihre Verschönerung und Bereicherung verwendet, und besonders im Laufe des sechszehnten und siebzehnten Jahrhunderts bemühten sich viele Künstler und Architekten - unter ihnen die hochgeschätzten jener Zeit - darum, sie in prächtige herrschaftliche Paläste umzuformen, weshalb sie dann den Namen Castelli Romani (Römische Burgen/Schlösser) erhielten. Die typische Eigenschaft der verschiedenen Tusculanischen Villen ist die Präsenz von eleganten Gärten, die sie umgeben und ihnen den Charakter eines Ortes der Zusammenkunft und der Besinnlichkeit verleihen, wie es auch schon für die römischen Villen in der Kaiserzeit gegolten hatte.

Heute sind die Tusculanischen Villen in einem guten Zustand, auch wenn viele von ihnen während des Zweiten Weltkriegs Schäden erlitten haben. Von den zwölf heutzutage noch existierenden Tusculanischen Villen gehören mehr als die Hälfte zu der Gemeinde von Frascati, die anderen gehören zu Monteporzio Catone und Grottaferrata. Einige von ihnen sind innerhalb des Besichtigungsprogramms, das einmal jährlich vom Parco Regionale dei Castelli Romani (Nationalpark der Castelli Romani) (www.parcocastelliromani.it) angeboten wird, in Führungen zu besuchen und zudem seit einigen Jahren Sitz des Festival delle Ville Tuscolane (Festivals der Tusculanischen Villen).