{"id":4805,"date":"2019-06-19T11:31:32","date_gmt":"2019-06-19T11:31:32","guid":{"rendered":"http:\/\/visitcastelliromani.valica.it\/?p=4805"},"modified":"2024-09-20T08:12:24","modified_gmt":"2024-09-20T08:12:24","slug":"das-gebiet-und-das-umfeld-der-colli-albani","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.visitcastelliromani.it\/de\/unkategorisiert\/das-gebiet-und-das-umfeld-der-colli-albani\/","title":{"rendered":"Das gebiet und das umfeld der Colli Albani"},"content":{"rendered":"<p>Aus geologischer Sicht sind die Colli Albani ein \u00dcberbleibsel des antiken Vulcano Laziale (Vulkan von Latium), der sich \u00fcber einen sehr langen Zeitraum vor 630.000 bis 20.000 Jahren in einem Prozess gebildet hat, der sich im Wesentlichen in drei Phasen unterteilen l\u00e4sst:<\/p>\n<ul>\n<li>am Anfang bildete eine heftige Eruption einen riesigen Vulkankegel mit einem Durchmesser von 60 Kilometern. Der obere Rand dieses riesigen Vulkankraters brach im Laufe der Zeit ein und bildete eine breite Caldera, von der heute noch die nord\u00f6stlichen R\u00e4nder (Monti Tuscolani und Monte dell&#8217;Artemisio) erhalten sind;<\/li>\n<li>nach einer langen Ruhephase begann eine neue Eruptionsphase, die im Inneren der Caldera einen kleineren Vulkan schuf, dessen Hauptkrater heute das Gebiet der \u201eCampi di Annibale&#8220; bildet, w\u00e4hrend die beiden anderen Nebenkrater die heutigen Berge Monte Cavo und Colle Iano formten;<\/li>\n<li>in der letzten Phase schlie\u00dflich (hydromagmatische Phase genannt, da sie aus heftigen Explosionen bestand, die durch den Kontakt des unterirdischen Grundwassers mit den \u00dcberresten des gl\u00fchenden Magmas hervorgerufen wurden) bildeten sich entlang des s\u00fcd\u00f6stlichen Randes der urspr\u00fcnglichen Caldera mehrere Krater, in denen sich Vulkanseen bildeten. Von diesen Vulkanseen existieren heute nur noch zwei (die Seen von Nemi und Albano), w\u00e4hrend die anderen ausgetrocknet und zu landwirtschaftlichen T\u00e4lern geworden sind (Prata Porci, Pantano Secco, Valle Marciana, Laghetto, Vallericcia).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der H\u00f6henunterschied im Gebiet der Colli Albani reicht von 47 m \u00fc.d.M. (in der Gemeinde Montecompatri) bis zu 956 m \u00fc.d.M. (Monte Maschio delle Faete in der Gemeinde Rocca di Papa), wobei die Mehrzahl der Gemeinden auf H\u00fcgeln zwischen 300 und 700 m \u00fc.d.M. liegt.<\/p>\n<p>Bis zum XVII. Jahrhundert waren die einheimischen Baumarten, die das Gebiet der Colli Albani unangefochten beherrschten, je nach H\u00f6henlage folgende:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>der Steineichenwald, der typisch f\u00fcr die mediterrane Vegetationszone ist und bis zu einer H\u00f6he von 200-300 m \u00fc.d.M. vorkommt;<\/li>\n<li>der Eichenmischwald, der typisch f\u00fcr die submediterrane Vegetationszone ist und bis zu einer H\u00f6he von 400-500 m \u00fc.d.M. vorkommt;<\/li>\n<li>der gemischte Laubwald Q.T.A. (Querce\/Eichen, Tigli\/Linden und Aceri\/Ahornb\u00e4ume), typisch f\u00fcr die submontane Vegetationszone, die bis zu einer H\u00f6he von 700-800 m \u00fc.d.M. vorkommt;<\/li>\n<li>der Buchenwald, der typisch f\u00fcr die montane Vegetationszone ist und oberhalb von 800 m \u00fc.d.M. vorkommt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die ausgedehnten Kastanienw\u00e4lder, die heute die H\u00fcgel der Colli Albani bedecken, sind also keine endemische Vegetation, sondern das Ergebnis eines kontinuierlichen Kultivierungsprozesses, der in diesem Gebiet seit den Anf\u00e4ngen der menschlichen Besiedlung stattgefunden und sich in den letzten drei Jahrhunderten enorm intensiviert hat.<\/p>\n<p>Das Eingreifen des Menschen hat dazu gef\u00fchrt, dass die oben genannten Urw\u00e4lder nach und nach durch Plantagen ersetzt wurden, an denen ein klares wirtschaftliches Interesse besteht:<\/p>\n<ul>\n<li>Weinberge und Olivenhaine in H\u00f6henlagen bis 400-500 m \u00fc.d.M., die an die Stelle von Steineichen- und Eichenmischw\u00e4ldern getreten sind;<\/li>\n<li>Kastanienw\u00e4lder, die als Nutzholz in den h\u00f6heren Vegetationszonen angebaut werden und den Laubmischwald Q.T.A. und den Buchenwald ersetzt haben.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In einigen Gemeinden der Castelli Romani gibt es noch Reste autochthoner W\u00e4lder. Die wichtigsten sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Der Bosco dei Cappucchini (der Wald der Kapuziner) und der Lago Albano (Albaner See)<\/li>\n<li>Der Park der Villa Chiggi (Ariccia)<\/li>\n<li>Der Buschwald Macchia dello Sterparo (Frascati)<\/li>\n<li>Der Wald Bosco della Madonnella (Grottaferrata)<\/li>\n<li>Der Wald Bosco Ferentano ed il Parco Colonna (Marino)<\/li>\n<li>Der Buschwald Macchia del Piantato (Monte Compatri)<\/li>\n<li>Der Wald Bosco del Lago di Nemi (Nemi See) e Vallone Tempesta (Nemi)<\/li>\n<li>Die W\u00e4lder Bosco di Monte Cavo und Maschio delle Faete (Rocca di Papa)<\/li>\n<li>Der Wald Bosco del Cerquone (Rocca Priora)<\/li>\n<li>Die W\u00e4lder Bosco dell&#8217;Artemisio und Bosco del Maschio d&#8217;Ariano (Velletri)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Reichhaltig und interessant ist die Fauna, die das Gebiet der Castelli Romani bev\u00f6lkert.<\/p>\n<p>Die am weitesten verbreitete Tierart in diesem Gebiet sind die V\u00f6gel, von denen es hier \u00fcber hundert verschiedene Arten aus den unterschiedlichsten Ordnungen gibt. Unter den V\u00f6geln sind die Sperlingsv\u00f6gel zweifellos die h\u00e4ufigsten, mit zahlreichen Familien: Meisen, Rotkehlchen, Bachstelzen, M\u00f6nchsgrasm\u00fccken, Buchfinken, Rotschw\u00e4nze, Wintergoldh\u00e4hnchen, Zaunk\u00f6nige, Stieglitze, Schwanzmeisen, Kleiber, Lerchen, Amseln, Stare, Schwalben, Pirole, Kr\u00e4hen, Eichelh\u00e4her, Elstern usw., um nur die am leichtesten zu beobachtenden zu nennen. um nur die am leichtesten zu beobachtenden zu nennen!<\/p>\n<p>Aber auch Arten anderer Ordnungen und Familien wie wachtel, rebhuhn, schnepfe, gr\u00fcn- und rotspecht, wiederhopf und kuckuck sind zu nennen.<\/p>\n<p>Nicht zu vergessen ist die gro\u00dfe vielfalt an wasserv\u00f6geln, die auf der durchreise sind und die ufer und gew\u00e4sser des Nemi-Sees und des Albaner-Sees besuchen: wildenten, wasserh\u00fchner, reiherenten, haubentaucher, kormorane.<\/p>\n<p>Auch die raubv\u00f6gel sind zahlreich und interessant, sowohl die tagraubv\u00f6gel (m\u00e4usebussard, turmfalke, sperber) als auch die nachtraubv\u00f6gel (steinkauz, schleiereule, nachteule, waldkauz, zwergohreule).<\/p>\n<p>Unter den wildlebenden S\u00e4ugetieren, die in den W\u00e4ldern und auf den Feldern der Castelli Romani leben, erw\u00e4hnen wir (ohne Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit) das Wildschwein, den Fuchs, den Steinmarder, das Wiesel, den Dachs, den Igel, das Stachelschwein, den Hasen, die Haselmaus, den Maulwurf, die Feldmaus, die Spitzmaus, die Fledermaus, das Eichh\u00f6rnchen und den Siebenschl\u00e4fer.<\/p>\n<p>Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Reptilien, wie die auff\u00e4llige Schmaragdeidechse, die furchterregende Kreuzotter, die harmlose Viper und die Schlingnatter.<\/p>\n<p>Unter den Amphibien sind einige seltene Arten hervorzuheben, die im Sumpfgebiet von Pantano della Doganella (Rocca Priora) wiederentdeckt wurden: der Feuersalamander, der Brillensalamander, der Teichmolch und der Kammmolch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus geologischer Sicht sind die Colli Albani ein \u00dcberbleibsel des antiken Vulcano Laziale (Vulkan von Latium), der sich \u00fcber einen sehr langen Zeitraum vor 630.000 bis 20.000 Jahren in einem Prozess gebildet hat, der sich im Wesentlichen in drei Phasen unterteilen l\u00e4sst: am Anfang bildete eine heftige Eruption einen riesigen Vulkankegel mit einem Durchmesser von 60 Kilometern. Der obere Rand &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":4806,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[157],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.visitcastelliromani.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4805"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.visitcastelliromani.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.visitcastelliromani.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.visitcastelliromani.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.visitcastelliromani.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4805"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.visitcastelliromani.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4805\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24803,"href":"https:\/\/www.visitcastelliromani.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4805\/revisions\/24803"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.visitcastelliromani.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4806"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.visitcastelliromani.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4805"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.visitcastelliromani.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4805"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.visitcastelliromani.it\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4805"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}